Eine Übersicht über alle PDU-Module

Die PDUs bestehen aus einer Reihe fester Komponenten, die auf Wunsch des Kunden in einer bestimmten Reihenfolge sowie in entsprechender Anzahl in eine PDU montiert werden.

Es folgt eine Übersicht der verschiedenen Komponenten:

 

ANSCHLUSSKABEL UND STECKER

Die Qualität der Produkte von Schleifenbauer beginnt bereits beim Anschlusskabel. Wir haben uns dafür entschieden, den Kabeldurchmesser so groß wie möglich zu wählen, damit der Widerstand so gering wie möglich ist. In Anbetracht der hohen Leistungswerte, die von den PDUs verteilt werden, ist dies kein “Overkill”. Die Einsparungen durch extra starke Drähte belaufen sich auf Werte zwischen 1 und 4 Watt, abhängig von der Länge der Kabel und der Stromstärke. Ein Rechenzentrum verbraucht schnell einmal einige Tausend PDUs und kann somit jährlich zwischen 10 und 30 Megawattstunden einsparen.

 

Für 16A wird ein Durchmesser von 2,5 mm2 und für 32A ein Durchmesser von 6 mm2 verwendet. Die anzuschließenden Stecker werden auf der Grundlage ihrer mechanischen Qualität und des niedrigen Widerstands bei hohen Belastungen ausgewählt.

 

ALUMINIUMPROFIL

Das von der Firma Schleifenbauer entworfene Aluminiumprofil wird aus hochwertigem Aluminium extrudiert. Anschließend wird es zum Aufbringen einer Schutzschicht schwarz anodisiert. In einem vollständig automatisierten Prozess werden mit Hilfe von Lasertechnologie in denjenigen Bereichen, in denen später die Komponenten anzubringen sind, die entsprechenden Löcher in das Profil eingebracht. Das Profil besteht aus zwei Teilen, die während des Zusammenbaus über ein Scharnier zusammengeklappt werden. Hierdurch wird der Zusammenbau vereinfacht, sodass die Fehlerwahrscheinlichkeit reduziert wird.


INPUT-MESSMODUL

Das Input-Messmodul ist für die Messung der eingehenden Phase(n) notwendig. Gleichzeitig ist dort die Kommunikation mit dem Datenbus sowie mit den weiteren Mess- und Schaltmodulen in der Elektronik untergebracht. Der Strom wird mit Spulen gemessen, die um den Phasendrähten angebracht sind. Eine Störung im Messmodul wird also ohne Auswirkung auf die Stromversorgung durch die PDU bleiben. Beim Entwurf der Module wurde die Energieaufnahme der Elektronik berücksichtigt. Demzufolge arbeitet dieses Modul äußerst energiesparend. Das LCD-Display wird sich aus diesen Gründen nach einer bestimmten Zeit selbst abschalten 

 

 


OUTPUT MESS-/SCHALTMODUL

Das Modul ist in 3 Varianten verfügbar:

  • als Messmodul
  • als Schaltmodul
  • als kombiniertes Mess- und Schaltmodul

Beim Messmodul handelt es sich um ein PCA (printed circuit assembly) mit 9 Messspulen für die Messung von 9 Ausgängen.

Das Schaltmodul bildet wiederum ein PCA mit 9 bi-stabilen Relais, die über den internen Datenbus angesteuert werden. Die bi-stabilen Relais verbrauchen keinen Strom, wenn sie in einem der beiden stabilen Zustände befinden (an oder aus). Nur während des Schaltens wird somit Strom abgenommen. Dank der ausgeklügelten Technik schaltet das Modul alle Relais aus, wenn der Hauptstrom wegfällt. Abhängig von den Einstellungen der PDUs werden die Relais beim Start wieder in die ursprüngliche Position zurückgesetzt. Die 9 Relais sind über drei Gruppen aus je 3 Relais verteilt, sodass das Schaltmodul auch bei einem dreiphasigen Hauptstrom verwendet werden kann.

Das Mess- und Schaltmodul bildet eine Kombination beider Funktionen auf dem PCA. 

 

AUSGÄNGE

Die PDU endet mit einem Ausgang und die minimale Anzahl der Ausgänge beträgt 1. Das Maximum wird durch die Länge des Profils begrenzt. Die Firma Schleifenbauer hat PDUs mit 48 Ausgängen entwickelt und es wäre theoretisch möglich, eine noch höhere Anzahl zu nutzen.

Die maximale Anzahl der Ausgänge, die innerhalb einer PDU gemessen und/oder geschaltet werden können, beträgt 27 (3 Module).

 

SICHERUNG

Die Sicherung innerhalb der PDU arbeitet in zwei Richtungen:

1) Die Infrastruktur kann gegenüber den Folgen von Überlastung und Kurzschlüssen gesichert werden. Hierzu werden Sicherungen oder Automaten in die PDU integriert. Diese Problematik wird an anderer Stelle dieser Website detailliert dargelegt.

2) Die Geräte können zudem gegenüber den Folgen von Überspannungen gesichert werden. Diese können eine Folge der Einschaltpulse anderer Geräte innerhalb der Infrastruktur sein. Eine Überspannungssicherung sorgt dafür, dass die Spannungsspitzen abgeleitet werden, sodass sie keine Schäden an den angeschlossenen Verbrauchern verursachen können.